Kartoffelbrei

mit Kapuzinerkresse, Äpfeln, Zwiebeln und Salbei

Kartoffelbrei

Als ich heute Mittag vor meinem Teller mit Kartoffelbrei saß, kam doch urplötzlich eine Kindheitserinnerung: Kartoffelbrei mit Dämpfäpfelchen und Knackerchen. Du fragst dich bestimmt, was das ist: also, Kartoffelbrei ist klar, Dämpfäpfelchen sind ganz kleine Äpfel, entweder aufgelesen oder gepflückt, von denen nur der Blütenabsatz entfernt wurde und die ganzen Äpfel wurden dann in Apfelsaft gedämpft. Beim Essen hielt man sie am Stiel fest und aß den Apfel drumrum. Knackerchen würde man heute neudeutsch als Croutons bezeichnen. So hat der Herbstanfang geschmeckt, süß und säuerlich, weich und knusprig, einfach lecker gemütlich.

Heute saß ich vor einem ähnlichen Gericht, fast die gleichen Zutaten, nur modern komponiert. Bei uns gab es Kartoffelbrei mit Kapuzinerkresseblüten, klein geschnittenen Äpfeln und Zwiebeln, Croutons aus selbst gebackenem Dinkelweißbrot und mit frittiertem Salbei.

Den Kartoffelbrei habe ich so zubereitet: 600g Kartoffeln klein gewürfelt, den Schmetterling in den Mixtopf gesetzt, die Kartoffeln, 280g Milch, 1 TL Gemüsebrühegrundstock, ( Suppengrundstock-Gemüsebrühe ) Salz, Pfeffer, Muskatnuss zugegeben und 20 Minuten/90°C/Stufe 2 gegart. Dann den Schmetterling entfernt, 20 Kapuzinerkresseblüten zugefügt und 20 Sekunden/Rückwärtslauf/Stufe 5 verrührt.

So gelingt mir der Kartoffelbrei immer. Wichtig sind mehlig kochende Kartoffeln und zur Fertigstellung immer den Rückwärtslauf benutzen, sonst gibt es Kleister statt schlotzigen Brei.

In der Pfanne habe ich 200g kleingeschnittene Zwiebeln in Ghee (oder Öl) kurz gedünstet, 400g kleingewürfelte Äpfel zugefügt, mit Pfeffer, Salz, Muskatnuss und einer Prise selbst gemachtem Vanillezucker gewürzt und so lange auf kleiner Flamme gedünstet, bis die Konsistenz der Äpfel gefällt (ca. 10 Minuten).

Ich habe Salbeiblätter kurz gewaschen, von den Stielen getrennt und trocken getupft. Dann die Salbeiblätter in Ghee (oder Öl) in der Pfanne sehr kurz frittiert. Den Kartoffelbrei und die Apfel-Zwiebelmischung habe ich auf einem Teller angerichtet, mit Croutons bestreut und mit Salbeiblätter dekoriert.

Für die Nicht-Vegetarier: dazu schmeckt auch Rinder – oder Geflügelleber oder Bratwurst.

Für die Veganer: Wenn du den Kartoffelbrei mit Reis-/ Soja-/ Hafer-/ Dinkel – oder Nussmilch zubereitest, statt Ghee bzw. Öl nimmst, ist es ein veganes Gericht.

Hast du auch eine (Kindheits-) Erinnerung an den Herbst oder den kommenden Winter? Hast du Lust sie mit uns zu teilen?

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